Wölfe in der Fasanerie Wiesbaden

Wilde Tiere in der Fasanerie Wiesbaden

Eine der beliebtesten Attraktionen die Wiesbaden zu bieten hat, ist der „Tier- und Pflanzenpark Fasanerie“. Auf einer Fläche von 25 Hektar, was in etwa 50 Fußballfeldern entspricht, können ca. 50 Tierarten bestaunt werden. Es sind sowohl heimische Haus- als auch Wildtiere, wie Wölfe, Bären, Luchse und das Wisent.

Das Wisent
Das Wisent ist Europas größtes Landsäugetier und kann bis zu nahezu eine Tonne wiegen, wobei dieses Gewicht nur von den männlichen Exemplaren erzielt wird. Das Wisent oder auch „europäisches Bison“ konnte man bis zum Frühmittelalter, also in der Zeit zwischen 500 bis 1050 n. Chr. in Europas Urwäldern antreffen. Meist waren es kleinere Gruppen von ca. 12 bis 20 Tieren, bestehend aus Jungtieren und Kühen, da sich die Bullen nur in der Paarungszeit zu ihnen gesellten. Das letzte lebende Wisent wurde 1927 im Kaukasus geschossen, doch Dank der Tiererhaltung und Zuchtanstrengungen diverser Zoos und privaten Förderern konnten im Jahr 1952 im Białowieża-Nationalpark (der letzte Tiefland-Urwald Europas) einige Tiere ausgewildert werden. Im Jahr 2004 konnte man erfreulicherweise bereits 31 freilebende Polpulationen mit einer Gesamtzahl von fast 2000 Wisenten zählen. Im Jahr 2008 wurde das Wisent zum Wildtier des Jahres erklärt.

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Der Braunbär
Heutzutage kann man es sich kaum noch vorstellen, aber auch der Braunbär lebte einst in Deutschlands Wäldern. Im 16. Jahrhundert gab es zahlreiche Tiere im Harz, doch leider wurden sie von den Menschen ausgerottet. Der letzte deutsch Braunbär wurde 1835 in Ruhpolding in den Chiemgauer Alpen getötet. Doch der Mensch kann auch lernen. So wildert der WWF 1989 den ersten Braunbären wieder aus in Niederösterreich wieder aus. 1991 kam es zum ersten Nachwuchs, drei kleine Bären erblickten das Licht der Welt. Über drei Viertel der Österreicher waren den Bären gegenüber positiv eingestellt und so wurden seitdem 31 Bärenjunge geboren. Allerdings verschwanden in den letzten Jahren immer mehr Bären, so dass im Jahr 2007 sogar das Bundeskriminalamt Wien mit einer „Soko Bär“ ermittelte. Fakt ist, dass ein illegaler Abschuss nachgewiesen werden konnte, aber das BKA geht von weiteren illegalen Abschüssen aus! Daran sieht man, dass es leider noch immer einige Unbelehrbare gibt! Doch der WWF gibt nicht auf und die Erfahrung der ersten Jahre hat gezeigt, dass eine friedliche Koexistenz zwischen Menschen und Bären möglich ist.

Der Wolf
Bis zur Entwicklung der Landwirtschaft war der Wolf das weitesten verbreitete Raubtier der Erde. Leider wurde auch dieses prächtige Tier ein Opfer der Zivilisation, entweder wurden Sie abgeschossen oder domestiziert, und dienten dann den Menschen als Jagdhelfer oder als Wachhunde. Doch auch hier gibt es wieder positive Nachrichten. Im Jahr 1998 wurden in Sachsen wieder Wölfe beobachtet. Man höre und staune, derzeit gibt es in Deutschland wieder etwa 100 Wölfe, überwiegend in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Einige Wölfe wanderten auch über die Schweiz nach Süddeutschland ein. Die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland ist für den Naturschutz ein großer Erfolg und wird mit viel Sympathie der hiesigen Bevölkerung begleitet.

Das Schöne ist, dass man gar nicht weit reisen muss. In der Fasanerie Wiesbaden kann man alle oben aufgeführten Wildtiere aus nächster Nähe beobachten. Und wer möchte kann auch eine Tierpatenschaft übernehmen und damit die Tiere unterstützen.


Öffnungszeiten der Fasanerie Wiesbaden

Hauptsaison: vom 1. April bis 31. Oktober, täglich 9.00 – 18.00 Uhr
Winterzeit: vom 1. November bis 31. März, täglich 9.00 – 17.00 Uhr
Der Einlass erfolgt bis 30 Minuten vor Parkschließung.

Fütterungszeiten für Wildtiere
Täglich außer Freitags
Bär, Wolf, Luchs: 11.00 Uhr
Fuchs, Wildkatze, u. a.: 15.00 Uhr
Der Eintritt ist frei. Hunde sind im Park nicht erlaubt.

Der aktuelle Veranstaltungskalender der Fasanerie Wiesbaden 2016: Fasanerie_Wiesbaden_Veranstaltungskalender_2016_1.Halbjahr


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